| Wache |
(Schiffswache),
Einteilung der Besatzung auf verschiedene Wachdienste im Schichtdienst. |
| Wachgänger |
Brückenwache,
Maschinenwache, Deckswache (bewacht das Schiff im Hafen). |
| Wachhabender |
ihm
untersteht die Wache. |
| Wachoffizier |
(Abk.WO;
zB: 1.WO, 2.WO, 3.WO), bei der Bundesmarine: nautischer Offizier,
der für den Zeitraum seiner Wache eigenverantwortlich die nautische
Führung des Schiffes übernimmt. |
| Wade |
(Waade),Fischfanggerät
der Binnen-, Küsten- und Hochseefischerei. Die Wade ist ein Umschließungsnetz,
bei dem die Fische durch Umschließen mit einer Netzwand (Wade) am
Entweichen gehindert werden. |
| Wagrien |
Halbinsel
in Ostholstein zwischen Kieler und Lübecker Bucht. Nach dem slawischen
Stamm der Wagrier, einem Teilstamm der Abodriten, benannt, denen
Karl der Große das Land 804 überließ;
ab 1143 Ansiedlung deutscher Siedler. |
| Wahrschau |
(auch
Warschau), Warnung, Warnruf, Vorsicht. |
| wahrschauen,
wahrnehmen |
warnen,
auf eine Gefahr aufmerksam machen, auch soviel wie etwas entgegennehmen,
in Empfang nehmen. |
| Wakataua |
neuseeländisches
Kriegskanu mit bis zu 6 m hohen Schmucksteven. Besteht aus einem
durch aufgesetzte Planken vergrößerten Einbaum. |
| Wal,
Wale |
(Cetacea),
weltweit verbreitete, mit Ausnahme weniger Zahnwalarten ausschließlich
im Meer lebende, große Säugetiere von etwa 1,25 – 33 m Körperlänge
und rund 25 kg bis über 135 t Gewicht. Mit torpedoförmiger, fischähnlicher
Gestalt, jedoch waagerecht gestellter Schwanzflosse (Fluke), zu
Flossen umgewandelten Vorderextremitäten und rückgebildeten Hinterextremitäten.
Der Wärmeisolierung dient eine stark ausgebildete Fettschicht unter
der Haut mit rückgebildetem Haarkleid (aus der u.a. bei Bartenwalen
Tran gewonnen wird). Das äußere Ohr fehlt, die Augen sind sehr klein;
die Nasenlöcher (Spritzlöcher) sind weit nach hinten auf die Kopfoberseite
verschoben (ausgenommen Pottwal), mit schwachem Gesichtssinn und
meist gut entwickeltem Geruchs- und Gehörsinn. Die Gruppenmitglieder
der meist sehr gesellig lebenden Wale verständigen sich durch ein
umfangreiches Tonrepertoire. Fisch fressende Zahnwale haben ein
Gebiss aus zahlreichen gleichförmigen, kegelartigen Zähnen, dass
bei Tintenfisch fressenden Zahnwalen teilweise rückgebildet oder
beim Bartenwal völlig reduziert und funktionell durch Barten (vom
Oberkiefer in die Mundhöhle herabhängende Hornplatten, mit denen
sie Nahrung aus dem Wasser seihen) ersetzt ist. – Wale sind ausgezeichnete
Schwimmer und Taucher, sie können zum Teil bis rund 1 000 m Tiefe
und gegebenenfalls länger als eine Stunde tauchen). – Nach einer
Tragzeit von rund 11 – 16 Monaten wird meist nur ein Junges geboren,
das bei der Geburt etwa 1/4 – 1/3 der Länge der Mutter hat. – Die
Wale zählen zu den intelligentesten und lernfähigsten Tieren, mit
hoher Sozialkompetenz. Wegen verschiedener industriell nutzbarer
Produkte (z.B. Walrat, Amber, Fischbein, Öl) wurden Wale mit modernen
Walfangschiffen stark bejagt, was zu drastischen Bestandsabnahmen
beziehungsweise bei einigen Arten (z.B. Blauwale, Grönlandwale)
fast zum Aussterben geführt hat. |
| Walfang |
Die,
trotz Fangverbot für die stark bedrohten Wale durch die Internationale
Walfangkommission (IWC), gewerbsmäßige Jagd auf Wale, mit modernen
Walfangflotten, bestehend aus Walfangmutterschiff (Fabrikschiff)
und bis zu 25 Fangschiffen. Seit Dezember 1994 ist auf einer Fläche
von 8 Mio. km² rund um die Antarktis ein Walschutzgebiet eingerichtet,
in dem bedeutende Bestände an großen Walen und Zwergwalen leben.
Japan und Norwegen jagen dennoch auch Wale in der Schutzzone. Island
ist 1992 aus Protest gegen das Walfangverbot aus der IWC ausgetreten. |
| Walfänger |
Spezialschiff
für den Walfang. |
| Walwatching |
Whalewatching. |
| Wallschiene |
kräftiger
ausgeführte Scheuerleiste. |
| Wanten |
Taue
oder Stahldrähte zum seitlichen Stützen des Mastes; oft bei Segelschiffen
durch eingebundene Webeleinen zu Strickleitern zusammengefaßt. |
| Wantschlag |
Methode
zur Herstellung von Tauwerk. |
| Warften |
Siedlungshügel;
Wurten. |
| Warnemünde |
Stadtteil
von Rostock, Mecklenburg-Vorpommern, Ostseebad an der Warnowmündung;
Eisenbahnfährhafen;
Werft. |
| Warnemünder
Woche |
seit
1926 alljährlich im Juli stattfindende internationale Regattaveranstaltung
vor Warnemünde;
auch mit anderen kulturellen Veranstaltungen verbunden. (Kieler
Woche, Travermünder Woche). |
| Warp |
leichte
Trosse;
Schleppanker. |
| Warpanker |
Warp,
kleiner Anker zum Verholen des Schiffs. Wird mit dem Boot ausgebracht,
um das Schiff mit der daran angebrachten Warpleine weiterzuziehen. |
| warpen |
verholen
eines Schiffes, Bootes mit Hilfe eines zu diesem Zweck ausgebrachten
Ankers. |
| Wasser
machen |
Wasser
dringt durch undichte Stellen in der Außenhaut oder im Deck ein. |
| Wasserhose |
Trombe. |
| Wasserjungfrau |
weiblicher
Wassergeist mit Fischschwanz (Nixen, Melusine). |
| Wasserlinie |
Schnittlinie
der Wasseroberfläche mit dem Schiffskörper. Man unterscheidet:
Konstruktionswasserlinie (CWL oder KWL), Ebene, bis zu der das Schiff
bei der seiner Berechnung zugrunde liegenden Verdrängung eintaucht;
Leichtladelinie, Linie, bis zu der das seeklare Schiff ohne Ladung
eintaucht;
Tiefladelinie (Volleiche), Linie, bis zu der das Schiff bei voller
Ladung eintauchen darf. |
| Wassermann |
männlicher
Wassergeist. |
| Wasserpolizei |
Wasserschutzpolizei. |
| Wassersack |
Segeltuchsack,
diente früher zum Transport von Frischwasser an Bord der Schiffe. |
| Wasserschout |
Vorsteher
des Seemannsamtes. |
| Wasserschöpfer |
Gerät
der Ozeanologie, Meeresbiologie und Fischereibiologie. Mit dem Wasserschöpfer
werden Wasserproben ohne Vermischung aus bestimmter Tiefe bei gleichzeitiger
Messung der Temperatur am Entnahmeort aus dem Meer entnommen. |
| Wasserschutzpolizei |
Landesbehörden
des polizeilichen Vollzugsdienstes zur Überwachung des Verkehrs
auf den schiffbaren Wasserstraßen, soweit diese Aufgabe nicht von
der Strom- und Schifffahrtspolizei des Bundes wahrgenommen wird. |
| Wasserseite |
vom
Schiff aus die Seite, mit der das Schiff nicht am Kai liegt; an
Land Bereich zwischen Lagerhallen und Kaikante. |
| Wasserspiegel |
Oberfläche
eines Gewässers. |
| Wasserstand |
Höhe
des Wasserspiegels stehender oder fließender Gewässer, bezogen auf
einen angenommenen Nullpunkt;
wird mit einem Pegel gemessen. Das arithmetische Mittel des Wasserstands
in einem bestimmten Zeitraum heißt Mittelwasser (MW). Daneben werden
unterschieden: mittleres Hochwasser (MHW) und absolutes Höchstwasser
(HHW), mittleres Niedrigwasser (MNW) und absolutes Tiefstwasser
(NNW).Gewöhnlichwasser oder Zentralwert (ZW) ist das errechnete
Häufigkeitsmittel aller Wasserstände eines Gewässers. |
| Wasserstraße |
Gewässer
(Flüsse, Kanäle und Seen), die als Binnenwasserstraßen, sowie Küstengewässer
(einschließlich Tideflüsse, Meeresbuchten und Seekanäle), die als
Seewasserstraßen dem Verkehr mit Schiffen dienen. Das Binnenwasserstraßennetz
(nur Flüsse und Kanäle) in Deutschland umfasst 7 467 km schiffbare
Wasserstraßen. |
| Wasserstraßenrecht |
Das
Wasserstraßenrecht regelt die Verwaltung und Benutzung der See-
und Binnenwasserstraßen. In Deutschland ist die Wasserstraßenverwaltung
für die Bundeswasserstraßen Sache des Bundes (Bundeswasserstraßen-Gesetz
in der Fassung vom 23.8.1990). Die Wasserstraßen stehen für den
Schifffahrtsverkehr in Gemeingebrauch. Mit Österreich ist die Benutzung
der Donau in Artikel 31 des Staatsvertrages vom 15.5.1955 geregelt.
Mit der Schweiz bestehen Abmachungen über die Benutzung des Rheins. |
| Wassertiefe |
die
Tiefe des Wassers, in den Seekarten durch Zahlen angegeben. Deutsche
Seekarten geben die Wassertiefe in Metern, Ausländische oftmals
in Faden an. |
| Wasserverdrängung |
(Deplacement,
Verdrängung), das Gewicht der Wassermenge, die von dem im Wasser
befindlichen Teil eines Schiffs verdrängt wird (angegeben in t oder
ts), entspricht dem Gewicht des Schiffs. |
| Waterkant |
(Wasserkante),
volkstümliche Bezeichnung für das norddeutsche Küstengebiet; für
die Nordseeküste. |
| Watt |
(niederländisch
Wadden, Schoren), Bezeichnung für den aus Sand und Schlick
bestehenden Meeresboden flacher Gezeitenküsten; er liegt bei Ebbe
ganz oder teilweise trocken und wird bei Flut vom Wattenmeer überspült.
An der Oberfläche entsteht aus dem Wattenschlick an der Nordseeküste
fruchtbarer Marschboden. Der Salz liebende Queller, die Strandaster,
Strandnelke, das Andelgras, das Schlickgras u.a. fangen Schlick
auf, erhöhen damit das Niveau des Bodens und tragen zur Landgewinnung
bei. An tropischen Küsten tritt anstelle der Wattvegetation die
Mangrove, Küsten arider Gebiete bestehen aus vegetationslosen Salztonebenen; der
bis 30 km breite, seichte Saum der Nordsee zwischen Küste u. vorgelagerten
Inseln in den Niederlanden, Deutschland und Dänemark von Den Helder
bis zur Halbinsel Skallingen bei Esbjerg. Die viel verzweigten Priele
und die Gats oder Tiefs zwischen den Inseln durchziehen das Watt
und bilden die Zu- und Abflussrinnen der Gezeitenströme, die das
Watt bald ablagernd, bald abtragend formen. Der durch die Beimischung
von organischen Stoffen und Schwefeleisen graue bis bläulich schwarze
fette Schlickboden besitzt eine reiche Mikrofauna; davon nähren
sich zahlreiche Würmer, Muscheln, Schnecken, Krebse, Fische. – Wegen
ihrer ökologischen Bedeutung wurden die deutschen Wattengebiete
zum Schutzgebiet (»Nationalpark Wattenmeer« in Niedersachsen, Schleswig-Holstein
und Hamburg) erklärt; die Möglichkeit wirtschaftlicher Nutzung bleibt
jedoch vorerst in unterschiedlichem Umfang bestehen. |
| Wattenmeer |
(Watt),
täglich zweimal überfluteter und wieder trockenfallender, seichter
Meeresteil; (Gezeiten). |
| Webeleinen |
zwischen
die Wanten mit Webleinenstek geknüpfte Taue (Strickleiter), zum
Ersteigen der Masten. |
| Weckruf |
auf
den historischen Großseglern verwendeter Spruch zum wecken der Seeleute;
z.B.:"Reise, Reise, aufstehen, ein jeder stößt den anderen an, ein
jeder weckt den Nebenmann, der letzte stößt sich selber an";
oder: "Lüft das Gatje, schwing das Bein, denn Jeder muß der Erste
sein". |
| Weger |
Schiffsplanke. |
| Wegerechtschiff |
Schiff,
dass wegen seines Tiefgangs, seiner Länge oder sonstigen Eigenschaften
(z.B. Manövrier-Einschränkung) gezwungen ist, den für sich günstigen
Teil des Fahrwassers in Anspruch zu nehmen. |
| wegern |
die
Innenseite der Spanten mit Wergern belegen. |
| Wegerung |
Auskleidung
der Schiffsräume mit einem Holz- oderKunststoffbelag, um Beschädigungen
beim Umschlag der Fracht zu vermeiden und Güter vor Feuchtigkeit
zu schützen. |
| Weiberknoten |
der
falsche Kreuzknoten. Er ist die Vistenkarte des Unbefahrenen. |
| Weiher |
kleinerer
flacher See, oft künstlich geschaffen (z.B. Lösch- oder Fischweiher),
meistens mit Sumpfflora. |
| Welle |
(seemännisch:
See), periodische Bewegungen im Meer mit unterschiedlichen Ursachen.
Einteilung u.a.:
nach rücktreibenden Kräften: Oberflächenspannung des Meeres (Kapillarwellen),
Schwerkraft (Schwerewellen), Coriolis-Kraft (Trägheitswellen) u.a.;
nach erzeugenden Kräften (Gezeiten, Luftdruck- und Windschwankungen,
Seebeben, Wellenwiderstand von Bodenunebenheiten);
nach anderen Gesichtspunkten (u.a. kurze Meereswellen, lange Meereswellen,
Oberflächenwellen, interne Meereswellen). Wellen können auf
Ozeanen in Orkanen bis zu 21 Meter hoch werden. |
| Wellenberg |
der
obere Teil einer Welle. |
| Wellenbrecher |
Schiffbau:
eine spitzwinklig oder bogenförmig über der Back (Vorschiffdeck)
laufende, leicht nach vorn geneigte Stahlwand zum Schutz gegen überkommende
See.
Wasserbau: moleähnliche Schutzbauwerke z.B. vor Hafeneinfahrten
die anlaufende Wellen bei Sturm und Seegang brechen sollen. |
| Wellengang |
Bewegung
der Wellen. |
| Wellenkamm |
höchster
Teil des Wellenberges. |
| Wellenkanal |
Wasserbauversuchsanlage
zur Erzeugung von Wellen; dient der experimentellen Ermittlung der
Belastbarkeit und günstigsten Bauform von Seedeichen u.a. Küstenbauwerken
und von Plattformen der Offshoretechnik. |
| Wellenkraftwerk |
(Meereswellenkraftwerk),
Kraftwerk zur Nutzung der hydrodynamischen Energie von Meereswellen
zur Elektroenergieerzeugung durch Nutzung der Bewegung der Welle
auf verankerte Schwimmkörper (die Druckluft erzeugen) oder des Eindringens
von Wellen in teilweise offene, ebenfalls Druckluft erzeugende feste
Hohlräume. |
| Wellenlänge |
Entfernung
zweier benachbarter Wellenberge oder Wellentäler. |
| Wellenreiten |
(Brandungsreiten,
Surfing, Surfriding, Waferiding), Freizeit- und Wettkampfsport:
das Gleiten auf Brandungswellen, wobei die Sportler auf einem an
der Unterseite leicht gewölbten, 1,80-2,80m langen und 4-10 kg schweren
Kunststoffbrett (Surfboard) stehend Balance halten muss. Wettbewerbsdisziplinen
sind: Open Class (keine Alters-, Geschlechts- oder Materialeinschränkung),.
Open Class Frauen,. Longboard (Boardlänge mindestens 9ft),.
Kneeboard und. Bodyboard. Weltmeisterschaften im
Wellenreiten werden seit 1964 ausgetragen (Nationenwertung seit
1982). Wellenreiten ist polynesischen Ursprungs und verbreitete
sich über Hawaii, Kalifornien und Australien nach Europa (besonders
Frankreich [Biarritz] und Großbritannien [Newquay-Cornwall]). Wellenreiten
wird in über 80 Ländern betrieben und wurde 1997 vom IOK als olympische
Sportart anerkannt. Aus dem Wellenreiten entwickelte sich das Surfen. |
| Wellental |
der
untere Teil einer Welle. |
| Wellentunnel |
begehbarer,
langer Raum auf Dampf- oder Motorschiffen zwischen Maschinenraum
und Heck, durch den die Antriebswelle zur Schiffsschraube geführt
wird. |
| Weltmeer |
(Meer),
die zusammenhängende Wassermasse der Erdoberfläche. Das Weltmeer
bedeckt rund 71 % der Erdoberfläche, wovon der größte Teil auf der
Südhalbkugel liegt. 31,7 % des Meeres sind 4 000–5 000 m tief. |
| Weltumsegelung |
Umrundung
der ganzen Welt unter Segeln. |
| Weltzeit |
Abkürzung
WZ (englisch Universal Time, Abkürzung UT), mittlere Sonnenzeit
für den Nullmeridian (Greenwich), gezählt von Mitternacht an; im
internationalen Verkehr auch Greenwich Mean Time (Abkürzung GMT)
genannt. Bis Anfang 1972 bildete die Weltzeit die Grundlage der
Zonenzeiten, die seither aus der koordinierten Weltzeit (UTC) hergeleitet
werden. |
| Wendemanöver |
Drehung
eines Schiffes. |
| wenden |
das
Schiff durch den Wind drehen, damit der Wind von der anderen Seite
kommt. |
| Werft |
(niederländisch),
Betrieb für Bau, Reparatur und auch Abwracken von Schiffen, meist
spezialisiert auf See- oder Binnenschiffe beziehungsweise Boote.
Neben Verwaltungs- und Konstruktionsgebäuden gehören zu einer Werft
Schiffbauhallen, Hellingen oder Bau- und Schwimmdocks. andere
Bezeichnung für Warften, Siedlungshügel, Wurten. |
| Werg |
(Hede),
kurzer Wirrfaserabfall beim Hecheln von Hanffasern oder gezupftes
Tauwerk, wird zu Werggarn versponnen; Verwendung für Dichtungsmaterial
zum Kalfatern und Abdichten von Schraubverbindungen. |
| Weser |
Fluss
in Mittel- und Norddeutschland, entsteht bei Hannoversch Münden
aus Werra und Fulda und mündet bei Bremerhaven in die Nordsee. Bis
Bremerhaven ist die Weser 440 km lang (mit Werra 732 km) und auf
ganzer Länge schiffbar, ab Bremen für Seeschiffe befahrbar. Ab Minden
ist die Weser kanalisiert. Der kreuzende Mittellandkanal verbindet
die Weser mit Rhein und Elbe. |
| Weserübung |
im
Zweiten Weltkrieg Deckname für die deutsche Militäroperation zur
Besetzung Dänemarks und Norwegens 1940. |
| Wetter |
der
physikalische Zustand der unteren Atmosphäre (Troposphäre) zu einem
bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort. Die räumliche Zusammenfassung
des Wetters ergibt die Wetterlage, der Wetterablauf mehrerer Tage
die Witterung;
der mittlere Ablauf des Wetters (im Zeitraum von Jahrzehnten) entspricht
dem Klima eines Ortes. Das Wetter wird gekennzeichnet durch die
Wetterelemente Luftdruck, Wind, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sicht,
Bedeckung, Wolken und weitere Wettererscheinungen Die Großwetterlage
ist die Luftdruckverteilung über einem Großraum (z.B. Europa). |
| Wetterdeck |
freies
Deck. |
| Wetterglas |
nicht
mehr gebräuchliche, veraltete Bezeichnung für Barometer. |
| Wetterkarte |
Landkartenvordruck,
in den Wetterbeobachtungen aus einem größeren Gebiet zu einem bestimmten
Termin eingetragen sind. Eingezeichnet werden dabei die Gebiete
mit Niederschlag und Nebel, ferner die Linien gleichen Luftdrucks
(Isobaren) und die Fronten (in gemäßigten und polaren Breiten),
die Stromlinien des Windfeldes (in den Tropen). |
| Wetterkunde |
die
Meteorologie. |
| Wetterlage |
Die
räumliche Zusammenfassung des Wetters; Lage der Hoch- und Tiefdruckgebiete
und deren Fronten innerhalb eines geographischen Raumes. |
| Wetterleuchten |
nachts
sichtbare, entfernte Gewitterblitze oder deren Widerschein in Wolken
ohne hörbaren Donner. |
| Wetterseite |
Richtung,
aus der gewöhnlich das schlechte Wetter oder der Wind kommt. |
| Wettervorhersage |
Aussage
über das zukünftige Wetter. Sie wird ermöglicht durch Auswertung
von meteorologischen Beobachtungen und deren Interpretation die
Aussage über das künftige Wetter (bis zu 48 Stunden, Kurzfristprognose)
liefert. Nach gleichem Prinzip, allerdings unter Berücksichtigung
zusätzlicher meteorologischer Elemente, werden Mittelfristprognosen
bis zu sieben Tagen aufgestellt. Die bis zu drei Monaten reichende
Langfristprognose wird dagegen auf statistischer Basis gewonnen. |
| Wetterwarte |
meteorologische
Dienststelle, an der hauptamtlich beschäftigte Beobachter des Wetterdienstes
tätig sind. |
| Whalewatching |
Walbeobachtung
von Booten aus (weltweit aufblühender Tourismuszweig). |
| Whooling |
Slang,
seemännisch für durcheinander von Tauwerk und Gerätschaften. |
| Widersee |
rücklaufende
Brandung. |
| Wiek |
(Wieck,
Wik, Wyk), kleine flache Bucht an der Ostseeküste. |
| Wieling |
(Wielung),
Bootsfender aus Tauwerk oder Segeltuch. |
| Wikinger |
(vielleicht
"Männer auf Seefahrt") oder Normannen ("Männer aus dem Norden")
wurden (vom Ende des 8. bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts) von
den Zeitgenossen die heidnischen Dänen, Norweger und Schweden bezeichnet,
die ihre Heimatländer verließen, um in der Fremde als Händler, Piraten
oder Eroberer Reichtum und Beute zu erwerben. Die Wikinger waren
nicht nur disziplinierte Kämpfer, sondern auch begabte und kühne
Seefahrer, die die Segeltechnik beherrschten und mit ihren flachen,
mit einem massiven Kiel ausgestatteten Booten in der Lage waren,
auch weite Entfernungen auf hoher See zu überwinden. |
| Wikingerschiff |
allgemeine
Bezeichnung für die Schiffe der Wikinger, offene Kielboote aus Eichenholz
mit Spanten und Klinkerbeplankung, einem Mast und Rahsegel; wurde
mit 40 – 80 Riemen gerudert; Vor- und Achtersteven stark hochgezogen,
Schilde dienten zur Erhöhung des Dollbords. Es wurden hauptsächlich
2 verschiedene Typen benutzt:schnelle, schlank gebaute Kriegsschiffe
als Langskip (Langschiff) bezeichnet; auf hohe Zuladung, breit
und stabil gebaute Lastschiffe (Handelsschiffe) die Knorre genannt
wurden. |
| Wimpel |
(seit
dem Mittelalter) eine in Spitzen auslaufende kleine oder schmale
Flagge. Wimpel dienen heute häufig als zusätzliche Kennzeichen:
als Kommandozeichen unterhalb des Admiralsranges (wenn dreieckig,
auch »Stander«, wenn trapezförmig oder rechteckig mit dreieckigem
Einschnitt, auch »Doppelstander« genannt), als Signalflagge und
als Heimatwimpel der nach Auslandsfahrt heimkehrenden Schiffe. Bei
den internationalen Signalflaggen gibt es 10 Zahlen- und einen Antwortwimpel. |
| Wind |
im
Wesentlichen in horizontaler Richtung bewegte Luft. Wind entsteht
durch Druck- und Dichteunterschiede in der Atmosphäre. Durch Windmessung
erhält man die Richtung, aus der der Wind kommt, nach einer 360º
Einteilung und die Geschwindigkeit in m/s. Bei Schätzung dagegen
wird die Richtung nach einer 36- oder 8-teiligen Skala, die Stärke
in Grad Beaufort der 12-teiligen Windstärkeskala angegeben. |
| Windbag |
scherzhafte
Bezeichnung für Segelschiff. |
| Winde |
Vorrichtung
zum Heben, Senken und Heranziehen von Lasten. Die Last kann bewegt
werden durch eine Schraubenspindel (Schraubenwinde), eine Zahnstange
mit Ritzel (Zahnstangenwinde), einen Druckölzylinder mit Kolben
(hydraulische Winde) oder ein Seil, das auf eine Trommel aufgewickelt
wird (Seilwinde, Haspel). |
| Windenhaus |
kurzes
Deckhaus zwischen den Ladeluken auf dem Oberdeck von Frachtschiffen. |
| Windhose |
Trombe. |
| Windhuze |
drehbarer
Lüfter an Deck mit trichterförmiger Öffnung. |
| Windjammer |
(von
englisch to jam "pressen", eigentlich "Windpresser"), seemännisch
für: großes Segelschiff. |
| Windmesser |
Anemometer;
Gerät zur Messung der Windgeschwindigkeit. |
| Windrose |
Scheibe,
auf der die Himmelsrichtungen aufgezeichnet sind, besonders beim
Kompass, dessen Windrose außerdem in Grade eingeteilt ist. |
| Windsack |
Schlauch
aus Segeltuch zur natürlicher Belüftung von Räumen (Funktion: wie
die Windhuze). |
| Windseite |
die
Luvseite. |
| Windskala |
(Beaufort-Skala),
Messskala zur Ermittlung der Windstärke in Boden- oder Wasseroberflächennähe;
die Windstärke wird nach der von dem britischen Admiral Sir Francis
Beaufort (*1774,†1857) aufgestellten 12-teiligen Windskala zur Schätzung
anhand der Auswirkungen gemessen (1946–56 wurde eine 17-teilige
Windskale benutzt). |
| Windstärke |
Windskala. |
| winken |
optisches
Signalverfahren; hierbei werden Winkflaggen mit beiden Armen in
bestimmte Stellungen gebracht, die je einen Buchstaben bedeuten.
Die Regeln beim Winken basieren auf dem internationalen Signalbuch.
Durch die Entwicklung der Funktechnik hat das Winken stark an Bedeutung
verloren. |
| Winker |
der
Signalgast, der winkt, d.h. Winksignale gibt. |
| Winkflagge |
kleine
rote mit weißem, vierkanttigem Feld versehende Flaggen an kurzem
Stock, mit denen Winksignale gegeben werden. |
| Winkerverfahren |
Übermittlung
von Nachrichten mittels winken mit Winkflaggen. |
| Winsch |
Winde
zum Heben schwerer Lasten, genutzt wird sie vor allen bei Seglern
(Schotwinsch). |
| Winschmann |
Bezeichnung
für Hafenarbeiter oder Besatzungsmitglied der für die Bedienung
der Ladewinde zuständig ist. |
| Winterlager |
Ein
Platz, zur Unterbringung von Booten/Yachten an Land im Winter. Ein
gutes Winterlager ist überdacht. |
| Wirbelsturm |
alle
heftigen, orkanartigen Luftwirbel;
im engeren Sinn die tropischen Wirbelstürme (Hurrikan, Taifun),
gekennzeichnet durch höchste Windgeschwindigkeiten (Spitzenböen
bis etwa 200 km/h), oft begleitet von schweren Regengüssen;
im weiteren Sinn auch Tornados und Tromben. |
| Wolken |
in
der Luft schwebende, sichtbare Ansammlungen kondensierten Wasserdampfes,
das heißt sehr kleine Wassertröpfchen oder Eiskristalle oder beide
gemeinsam. Die Wolkenbildung setzt eine genügend feuchte, sich unter
den Taupunkt abkühlende Luft voraus, wobei gleichzeitig Kondensationskerne
in ausreichender Zahl vorhanden sein müssen, an denen sich die Wasserdampfmoleküle
anlagern können. . |
| Wolkenbruch |
plötzlicher,
meist kurzer, außerordentlich starken Regen mit Tropfengrößen von
über 8 mm. |
| wrack |
völlig
defekt, beschädigt. |
| Wrack |
gesunkenes,
gestrandetes oder auf andere Weise unbrauchbar gewordenes Schiff. |
| Wrackbarsch |
(Polyprion
cernium, Zackenbarsch), lebt im Atlantik in der Nähe von Treibholz. |
| wricken |
(wriggen),
ein Boot durch einen am Heck hin und her bewegten Riemen fortbewegen. |
| Wulstbug |
(Taylor-Wulst
nach dem amerikanischen Admiral David Watson Taylor), Verdickung
des Unterwasserteils des Vorstevens, der eine verringerte Wellenbildung
und damit einen geringeren Widerstand zur Folge hat. |
| Wurfleine |
leichte
Leine, die zur Übergabe des Festmacher-Tampens dient. Eine Holzkugel
oder Affenfaust (dicker Knoten am Ende der Leine) erleichtert das
Werfen der Leine. |
| Wurten |
(niederdeutsch,
Werf(t)en, Warf(t)en, Warpen, niederländisch Terpen), im niederländischen
und norddeutschen Küstenstreifen sowie auf den Halligen künstlich
aufgeworfene Wohnhügel zum Schutz vor Sturmfluten. Es gibt Haus-
und Dorfwurten. |
| Wyk
auf Föhr |
Stadt
auf der nordfriesischen Insel Föhr, 4 500 Einwohner;
Friesenmuseum, Mühlenmuseum;
Nordseeheilbad;
Flugplatz, Fährverkehr mit Dagebüll und Wittdün (Amrum). |