| Nachen |
kleiner Kahn (Knickspant, Plattboden) meist zum Rudern. |
| nachfassen |
Nachschlag beim Essen. |
| nachlaufende See |
Wellengang in Fahrtrichtung des Schiffes; auch mitlaufende
See. |
| Nachschlag |
zusätzliche Portion Essen. |
| Nagelbank |
eine Planke auf Seglern mit Bohrungen zum Einstecken
der Belegnägel (Coffeynagel, Pflock) zum Belegen von Tauwerk. |
| Nassbagger |
ein schwimmender Bagger, wie er z.B. zum Vertiefen von
Häfen und Fahrrinnen verwendet wird. |
| Nassbiber |
Taucheranzug, der auch beim Windsurfen und beim Trapezsegeln
getragen wird, um den Körper vor Witterung und kaltem Wasser zu
schützen. |
| Nationalitätenzeichen |
Teil des Segelzeichens, besteht aus einem oder mehreren
Buchstaben im oberen Teil des Großsegels über dem Klassenzeichen
und der Registriernummer. |
| Nautik |
(griechisch, zu naus "Schiff"); die zur Schifffahrt gehörenden
Wissensgebiete, besonders die Navigation sowie alle die eigentliche
Schiffsführung betreffenden Bereiche (Führung eines Schiffes, Schiffsstandortbestimmung,
sowie den Wind-, Wasser- und Wetterverhältnissen usw.) auch Schifffahrtskunde. |
| Nautiker |
der Kapitän und die nautischen Offiziere einer Schiffsbesatzung
(im Gegensatz zu den technischen Offizieren, z.B. den Schiffsingenieuren). |
| nautisch |
zur Nautik gehörig, auf ihr beruhend, mit ihrer Hilfe. |
| nautische Maße |
in der Schifffahrt neben den metrischen verwendete Einheiten;
z.B. Seemeile, Faden, Knoten, Registertonne. |
| nautische Meile |
Seemeile. |
| nautisches Dreieck |
(astronomisches Dreieck ), das aus den Eckpunkten Himmelspol,
Zenit und Stern bestehende sphärische Dreieck. |
| Nautisches Jahrbuch |
Zusammenstellung der Daten (nautische Ephemeriden) von
Sonne, Mond, Planeten und der Fixsterne für die astronomische Ortsbestimmung
auf See. Das Nautische Jahrbuch wird (seit 1852) jährlich vom Deutschen
Hydrographischen Institut, Hamburg, herausgegeben. |
| Navigation |
Kurs- und Ortsbestimmung. |
| navigieren |
den Standort und Kurs eines Schiffes bestimmen. |
| Nebel |
Dunst, Morgennebel, Frühnebel, Abendnebel, Herbstnebel,
Sprühnebel, Wasen (nordd.), Wrasen (niederd.), Waschküche, Brühe,
Suppe ; dem Erdboden aufliegende oder dicht über dem Erdboden liegende
Wolke aus kleinen Wassertröpfchen oder Eisteilchen, die durch Kondensation
von Wasserdampf entstanden ist. (Boden-, See-, Hochnebel). |
| Nebelbank |
dichter Bodennebel. |
| Nebelboje |
Boje die bei schlechten Sichtverhältnissen (Nacht, Nebel)
ertönt. |
| Nebelglocke |
Glocke mit der sich ein vor Anker liegendes oder festsitzendes
Schiff, im Nebel bemerkbar macht. |
| Nebelhorn |
Signalhorn, das auf Schiffen oder an der Küste bei Nebel
benutzt wird. |
| Nebelsignal |
durch die Seestraßenordnung vorgeschriebene Schallsignale
der Schiffe bei Nebel. |
| Neptun |
römische Mythologie: (lateinisch Neptunus) altitalischer
Gott des fließenden Wassers, Gott der Meere, seit dem 5.Jahrhundert
v.Chr. mit dem griech. Gott Poseidon gleichgesetzt. |
| Nettoraumgehalt |
Raumgehalt eines Schiffes, nach dem die Hafengelder,
Kanalgebühren usw. zu zahlen sind. Es ist, im Gegensatz zum Bruttoraumgehalt,
der Teil des Schiffsraumes (Laderaum) mit dem der Reeder unmittelbar
Geld verdient. |
| Netze |
für den Fischfang (Reuse, Fischreuse, Schleppnetze). |
| Neuer Wasserweg |
(Nieuwe Waterweg), Seeschifffahrtskanal in den Niederlanden,
zw. Maassluis und Hoek van Holland, verbindet Rotterdam mit der
Nordsee. Seit 1997 Sturmflutwehr auf der Höhe von Maassluis. |
| Neunaugen |
(Bricken, Petromyzontidae), fischähnliche Familie der
Rundmäuler mit unpaarigem Flossensaum, ohne Schuppen; an jeder Seite
des Kopfes befinden sich neun wie Augen aussehende Organöffnungen:
Nase, Auge, sieben Kiemenöffnungen. Mit dem saugnapfartigen, kreisrunden
Maul saugen sich die Neunaugen entweder an Steinen oder an lebenden
Fischen fest. Das Bachneunauge wird 10–16 cm lang; das Flussneunauge
wird rund 50 cm lang; das Meerneunauge wird bis zu 1 m lang. |
| Niedergang |
Treppe von Deck zu Deck. |
| niederholen |
1. Einholen der Flagge.
2. Herunterholen der Segel oder niederlegen von Ladebäumen oder
anderen Gegenständen. |
| Niederholer, Neerholer |
Eine Leine zum Niederholen von Segeln. |
| Niedersächsisches Wattenmeer |
Nationalpark (seit 1986) an der Nordseeküste, 240 000
ha. |
| Niedersegeln |
das Segeln mit der Windrichtung. |
| Nipptide |
In der Gezeitenkunde die Tide mit dem geringsten Hub
(Nipphochwasser). Sie entsteht im ersten und letzten Mondviertel,
da dann Mond- und Sonnenflut sich in ihrer Wirkung gegenseitig behindern. |
| Nirosta |
Abkürzung für nichtrostenden Stahl (VA-Stahl, meistens
auf Chromnickelbasis). |
| Nixen |
(althochdeutsch niccus, ursprünglich "badendes (im Wasser
lebendes) Wesen") Wassergeister, denen Tier-, Pflanzen- oder Menschengestalt
beiderlei Geschlechts als Erscheinungsform zugedacht werden (Wasserjungfrau,
Seejungfrau, Melusine). |
| Nock |
über das Segel hinausragendes Ende eines Rundholzes (Spiere);
Ende einer Kommandobrücke (Brückennock). |
| Nöck, Neck |
Wassergeist, Wassermann. |
| Noor |
Haff, vom Meer fast vollständig abgetrennter See; z.B.:
Windebyer Noor bei Eckernförde/Schleswig-Holstein. |
| Norddeutscher Lloyd |
1857 in Bremen gegründete Reederei; lief 1876 bereits
alle wichtigen Häfen an der Ostküste der USA an und erhielt 1884
erstmals das Blaue Band. 1886 wurde der Postdampferdienst nach Ostasien
und Australien aufgenommen, 1905 der Frachtdienst nach Niederländisch-Indien
und Australien. 1938 besaß der Norddeutsche Lloyd 85 Seeschiffe
mit 618 000 BRT. Im Zweiten Weltkrieg ging fast die gesamte Flotte
verloren. 1970 vereinigte sich der Norddeutsche Lloyd mit der Hamburg-Amerika-Linie
zur Hapag-Lloyd AG, in Hamburg. |
| Norden |
Abkürzung N, eine Himmelsrichtung, wird nahezu durch
die Richtung des Nordpols einer frei drehbaren Magnetnadel angegeben. |
| Nordlicht |
nächtliche Leuchterscheinung in den Polargebieten die
in 70 – 1000 km Höhe auftritt. |
| Nordostpassage |
Schifffahrtsweg vom nördlichen Atlantischen zum nördlichen
Pazifischen Ozean, führt durch das Nordpolarmeer längs der Nordküste
Eurasiens bis zur Beringstraße. |
| Nord-Ostsee-Kanal |
(Kielkanal, früher Kaiser-Wilhelm-Kanal), Schifffahrtskanal
in Schleswig-Holstein, zwischen Kiel-Holtenau und Brunsbüttel, 98,7
km lang, verbindet Ost- und Nordsee; Sohlenbreite 90 m, Wasserspiegelbreite
162 m, Fahrwassertiefe 11 m; 1887 bis 1895 erbaut. An seinen Mündungen
Schleusenanlagen zum Ausgleich von Schwankungen des Wasserstands.
Der Nord-Ostsee-Kanal gehört zu den meistbefahrenen Seekanälen der
Erde. |
| Nordpol |
Astronomie: der nördliche Himmelspol (Himmel).
1. Geographie: der nördliche Schnittpunkt der Umdrehungsachse
eines Himmelskörpers mit seiner Oberfläche (geographischer Nordpol).
Der Nordpol der Erde ist der am weitesten vom Äquator entfernt liegende
Punkt der nördlichen Halbkugel. Er liegt im Nordpolarmeer.
2. Geophysik: (magnetischer Nordpol der Erde) der im nördlichem
Alaska liegt und seinen Lagepunkt stets etwas verändert. Auf ihn
zeigt der Magnetkompass.
3. Physik: einer der beiden Pole eines Magneten z.B. Magnetnadel
beim Kompass. |
| Nordpolargebiet |
(Arktis); Am Nordpol, hier geht die Sonne vom 21. März
bis 23. September nicht unter und teilt so das Jahr in Polartag
und Polarnacht. |
| Nordpolarmeer |
(Nördliches Eismeer), Nebenmeer des Atlantiks, umfasst
das Meeresgebiet im Bereich des Nordpolarbeckens und als Randmeere
Tschuktschensee, Ostsibirische See, Laptewsee, Karasee, Barentsee,
die Meeresstraßen des Kanadisch-Arktischen Archipels und die Beaufortsee;
12,26 Mio. km²; tiefste Stelle 5 450 m. Im Winter wird das Nordpolarmeer
von einem, in ständiger Bewegung befindlichen, geschlossenen Pack-
und Treibeisfeld bedeckt, im Sommer sind die Ränder eisfrei. Die
Oberflächenströmung bestimmt im Wesentlichen die allgemeine Drift
des Eises, die zum Durchlass zwischen Spitzbergen und Grönland gerichtet
ist. |
| Nordrichtung |
die Hauptorientierungsrichtung auf der Erdoberfläche.
Positionen und Richtungen werden mittels geographischen Koordinaten
(Breiten- und Längenkreise) oder durch Kurse (Richtungswinkel) angegeben.
Man unterscheidet drei Nordrichtungen: Magnetisch Nord ist die Richtung,
in die sich eine horizontal frei bewegliche Magnetnadel zum magnetischen
Nordpol einstellt. Geographisch Nord ist die Richtung, in der die
Längenkreise des Erdkoordinatensystems (zugrunde gelegt das Erdellipsoid)
verlaufen. Gitternord ist in topographischen Karten die Richtung,
die sich durch das nach Norden ausgerichtete Gauß-Krüger-Meridian-Koordinatensystem
ergibt; diese rechtwinkligen Gitterlinien verlaufen parallel zum
Mittelmeridian. |
| Nordsee |
Nebenmeer des Atlantischen Ozeans zwischen dem europäischen
Festland, den Britischen Inseln und Skandinavien, mit diesem durch
den Ärmelkanal im Südwesten und einen breiten Durchgang im Norden
östlich der Shetlandinseln verbunden; zur Ostsee führen Skagerrak
und Kattegat. Der südlichste Teil der Nordsee ist die Hoofden, die
südöstlichste Bucht die Deutsche Bucht mit Jadebusen, Weser- und
Elbemündung. Die Nordsee ist rund 580 000 km² groß und ein flaches
Schelfmeer, das 200 m Tiefe nicht überschreitet (im Mittel 94 m).
Südlich Göteborg liegt ihr Boden nirgends tiefer als 60 m, in der
Doggerbank noch weniger. Die Zirkulation des Wassers wird stark
durch die Gezeiten beeinflusst. Der mittlere Hub bei Springtide
erreicht in Wilhelmshaven 4 m, in der Straße von Dover 5 m, an der
englischen Küste 6 m. – Die Nordsee ist ein bedeutendes Fischereigebiet
(Hering, Schellfisch, Kabeljau, Scholle; Hauptfanggebiete sind die
Doggerbank, Fladengrund, norwegische Küstengewässer) und eines der
verkehrsreichsten Meere. Es besteht ein bedrohlicher Zustand der
Meeresverschmutzung, der sich in katastrophalen Algenblüten, Fischkrankheiten
und Robbensterben äußert. |
| Normalnull |
(NN); der Nullpunkt (mittlerer Stand) des Amsterdamer
Pegels. NN dient als Bezugspunkt für alle Höhenmessungen. |
| Normann |
die oft in einem Poller angebrachte Querstange, die das
Abrutschen des Festmachers nach oben verhindern soll. |
| Notanker |
zusätzlicher Anker auf Schiffen. |
| Notruder |
Steueranlage des Schiffes, die bei Ausfall der Ruderanlage
zum Einsatz kommt. |
| NRT |
Nettoregistertonne, Raummaß der geldverdienenden Räume
eine Schiffes; also Laderaum und Passagierkabinen, 1 NRT = 2,8316
cbm (alte Schiffsvermessung). |
| NS |
Abkürzung für Nuclear-Ship (Atomschiff). |
| NT |
Nettotonnage - Abzug bestimmter Räume wie früher aber
eine leichtere und präzisere Berechnung (neue Schiffsvermessung).
Statt NT und GT in einigen Ländern RZ (Registerzahl). |
| Nüstergatt |
andere Bezeichnung für Speigatt. |
| Nüsternplünn |
Umgangssprache Taschentuch. |