| Maat |
(niederdeutsch, von mat "Kamerad"), frühere Bezeichnung für
einen Gehilfen z.B. des Steuermanns; heute Bezeichnung für einen
Unteroffizier der deutschen Bundesmarine. |
| Magnetisch Nord |
die
(missweisende) Nordrichtung, die auf den magnetischen Nordpol zeigt. |
| Magnetkompass |
der
gewöhnliche Kompass, er beruht auf der vom Erdmagnetismus ausgehenden,
auf einen Magneten ausgeübten Richtkraft, die die Magnetnadel fast
überall auf der Erde (ausgenommen sind die Polargebiete) in den
magnetischen Meridian, das heißt in die magnetische Nord-Süd-Richtung,
einstellt. Da die magnetischen Pole nicht mit den geographischen
Polen übereinstimmen, zeigen Magnetkompasse (im Gegensatz zum Kreiselkompass
eine örtlich verschiedene Abweichung von der Nord-Süd-Richtung,
die Missweisung (Deklination). |
| magnetischer Kurs |
ein
nach der missweisenden Kompassrose ausgerichteter missweisender
Kurs. Er weicht um die örtlich verschiedene Missweisung (Deklination)
vom rechtweisenden Kurs ab. |
| Magnetnadel |
magnetische Nadel im Kompass; die bei kleineren Kompassen auf
einer feinen Spitze, der Pinne, sitzend über der Kompassrose dreht
und so die Nord-Süd-Richtung anzeigt. Bei größeren Kompassen sind
meist mehrere Magnetnadeln (stabförmige Dauermagnete) an der Unterseite
der Kompassrose angebracht, die sich, auf einer Pinne drehend, selbst
in den magnetischen Meridian einstellt. |
| Mahagoni-Patent |
scherzhaft für das Sporthochseeschifferexamen. |
| Maidentripp |
(engl.
"Jungernreise") erste Reise nach Fertigstellung und Stapellauf. |
| Maker |
Slang
für:
1. Kamerad;
2. Vorschlaghammer. |
| Makler |
(mittelniederdeutsch mekelen "Geschäfte vermitteln", auch Mäkler),
selbstständiger Kaufmann, der gewerbsmäßig Verträge vermittelt (§§
93 folgende HGB); der im Hafen oft als Treuhänder für Schiff, Ladung
und Besatzung und vermittelnt zwischen Reedern, Spediteuren, Behörden
usw. tätig wird. |
| Maling |
slang.
Gemaltes, Gezeichnetes. |
| mall |
1.
gedreht, umspringend, verdreht (vom Wind);
2. nordd. übertrieben für von Sinnen, verrückt (verdreht). |
| Mall |
im
Schiffbau. Spantenschablone, Muster, Modell für Schiffsteile. |
| mallen |
1.
nach dem Mall bearbeiten;
2. Umlaufen oder Umspringen des Windes, der Wind mallt. |
| Mallungen |
seemännische Bezeichnung für unregelmäßige Winde, u.a. die
Kalmen, auch für die windschwachen Gebiete im subtropischen Hochdruckgürtel
(Rossbreiten). |
| mannen |
von
Man zu Mann weiterreichen. |
| Mannloch |
Öffnung
zum Einsteigen in Kessel oder Tanks. |
| Mannschaft |
Gruppe
von Männern und Frauen, die die Besatzung eines Schiffes bilden,
ohne die technischen und nautischen Offiziere, Schiffsarzt, Hotelchef
und Zahlmeister. |
| Manntau |
wird
über die Bordwand gehängt, um daran an oder von Bord zu klettern. |
| Manöver |
1.
Flottenübung;
2. Drehung, Schwenkung eines Schiffes aus eigener Kraft. |
| manövrieren |
ein
Schiff in engen Gewässern geschickt steuern (ein Manöver durchführen). |
| Marina |
(lat.-italien.-engl.), Jachthafen, Motorboothafen mit speziellen
Einrichtungen (Aufsicht, Energieanschlüsse, Möglichkeit zum Bunkern
von Wasser und Treibstoff, nahegelegene Reparaturmöglichkeiten usw.). |
| Marine |
(lateinisch), die dem Seehandel (Handelsmarine, Handelsflotte,
Schifffahrt) und der Seekriegführung (Kriegsmarine) eines Staates
dienenden Schiffe und Einrichtungen. |
| Marineklapphose |
warme,
strapazierfähige Hose in dunkelblauer Farbe, vorne versehen mit
einer an beiden Seiten aufknöpfbaren Klappe; gehört zum traditionellen
Segelpäckchen. |
| Marineleim |
Lösung
von Kautschuk und Asphalt in Teeröl; wasserdichter Kitt, in der
Schifffahrt verwendet zum Ausfüllen von Fugen bei Holzplanken. |
| Marinemalerei |
(Seestück), Gattung von Bildern, die See, Meer und Flüsse,
Küsten und Häfen darstellen. Zu einer selbstständigen Bildgattung
entwickelte sich das Seestück in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts
in den Niederlanden und erreichte eine Blütezeit im 17. Jahrhundert
(J.Porcellis, S.de Vlieger, H.J. Dubbels, L.Backhuysen, W.van de
Velde). Seither fand es seine bedeutendsten Anhänger unter den nordischen
Künstlern, gelangte noch einmal in der Romantik (W.Turner, C.D.Friedrich,
T.Géricault, J.C.Dahl) und im Impressionismus (C.Monet, A.Sisley,
P.Signac u.a.) zu Höhepunkten. |
| Mariner |
Matrose, Marinesoldat. |
| maritim |
(lateinisch), Meer und Schifffahrt betreffend. |
| maritimes Klima |
(Seeklima), zeigt thermisch sowie den Niederschlag beziehungsweise
die Luftfeuchte betreffend einen ausgeglichenen Verlauf. |
| Marlspieker |
etwa
30 cm langer, dornartiger stählerner Pfriem zum Spleißen von Tauwerk
(Aufweiten der Kabeldrehung zum Durchstecken der Kardeele), Bohren
von Löchern in Segeltuch und Öffnen festgefressener Schäkelbolzen. |
| Mars |
Plattform am Topp des Untermastes zum Befestigen der Marsstenge;
Ausguck am Mast, Mastkorb. |
| Marschfahrt |
ökonomische Geschwindigkeit mit der das Schiff mit einer gegebenen
Brennstoffmenge am weitesten kommt. Die Marschfahrt ist bei jedem
Schiff verschieden, sie richtet sich nach der Schiffsform, Beladung
und der Maschinenanlage. |
| Mars-rah |
Rah,
an der das Marssegel befestigt ist. |
| Mars-segel |
an
der Marsstenge befestigtes Segel. |
| Mars-parduhn |
starker
Eisendraht, der die Marsstenge oberhalb des gesetzten Marssegel
von achtern abstützt. |
| Mars-saling |
Entweder:
a. Mars-Plattform im Mast wo die Marsstenge anfängt;
oder:
b. Mars-Saling Plattform am Mast wo die Bramstenge anfängt. |
| Mars-stenge |
erste
Verlängerung des Mastes. |
| Maschwa |
einmastiger Segler in Indischen Ozean; auch als Beiboot auf
großen Dhau's. |
| Mast |
ein
senkrecht hochragendes Rundholz, Stahl- oder Leichtmetallrohr, auf
Segelbooten und Segelschiffen für die Besegelung und Takelung. Die
Anzahl der Masten und ihre Takelung bestimmen den Typ des Segelschiffs.
Auf Schiffen mit maschinellem Antrieb dienen Masten heute u.a. als
Signalmasten (Signalmittel- und Antennenträger) und Lademasten (mit
Ladegeschirr, Ladebäumen). |
| Mastknecht |
senkrecht im Deck, z.B. neben dem Mast befestigter starker
Pfosten mit Scheibgats zum Durchscheren (Durchführen) von laufenden
Enden, die auf Deck entlang geholt werden. |
| Mastkorb |
Korb
im Mast für den Ausguck (Beobachtungsposten). |
| Mastringe |
(Mastband), hölzerne Ringe oder Taue (Reihleine), die lose
um den Mast sitzen und an denen Schratsegel (Gaffelsegel usw.) zum
Setzen festgemacht werden. |
| Maßstab |
1.
das Größenverhältnis auf Zeichnungen, Karten usw. der Darstellungen
zum Dargestellten selber. So bedeutet z.B. Maßstab 1:25, daß die
Gegenstände selber 25 mal größer sind als ihre Darstellung auf dem
Plan, oder 1 cm auf dem Plan sind 25 cm in Wirklichkeit;
2. Ein Lineal, das eine Maßeinteilung trägt, die einem bestimmten
Maßstab entspricht. |
| Matjeshering |
(niederländisch, eigentlich "Mädchenhering"), gesalzener junger
Hering (ohne Milch und Rogen). |
| Matrose |
1.
seemännisch ausgebildetes Mitglied der Schiffsbesatzung. Bei der
Handesschiffahrt wurde 1984 die Ausbildung zum Matrosen eingestellt.
Das Berufsbild "Matrose" gibt es nicht mehr. An seiner Stelle ist
der Schiffsmechaniker getreten, mit einer Ausbildung für die Verwendung
an Deck und an der Maschine;
2. unterster Mannschaftsdienstgrad bei der Bundesmarine. |
| Matrosenkuchen |
(slang), Schiffszwieback. |
| Maschinentelegraph |
mechanischer oder elektrischer Zeigertelegraf mit Rückbestätigungseinrichtung
für die Befehlsübermittlung von der Kommandobrücke zum Maschinenraum.
Bei modernen Schiffen kann die Maschine meist direkt von der Brücke
aus ferngesteuert werden. |
| Matte |
1.
aus Fasertauwerk hergestelltes Flechtwerk, das auf Segelschiffen
zum Schutze der Segel und des laufenden Gutes gegen schamfilen verwendet
wird;
2. meistens aus Reisstroh hergestelltes Flechtwerk, das als Garnier
zum Schutze der Ladung gegen Schweißwasser und Beschmutzung verwendet
wird. |
| Mayday |
(englisch, von französisch m'aidez "helft mir"), internationaler
Notruf im Funksprechverkehr. |
| Meer |
die
zusammenhängende Wassermasse der Erdoberfläche. Das Weltmeer bedeckt
rund 71% der Erdoberfläche, wovon der größte Teil auf der Südhalbkugel
liegt. 31,7% des Meeres sind 4 000–5 000 m tief. Die Kontinente
gliedern das Meer in den Atlantischen, Indischen und Pazifischen
Ozean. Durch Inselketten sowie untermeerische Rücken und Schwellen
werden einzelne Meeresgebiete von den Ozeanen abgetrennt und dadurch
zu Nebenmeeren gemacht. Man unterscheidet Randmeere am Rande eines
Kontinents (z.B. Nordsee), interkontinentale Mittelmeere, die von
mehreren Kontinenten eingeschlossen sind (z.B. Europäisches Mittelmeer),
sowie intrakontinentale Mittelmeere, die in einen Kontinent eingebettet
sind (z.B. Ostsee). |
| Meerbusen |
Golf;
großer Einschnitt des Meeres ins Festland, Bucht. |
| Meereis |
Eis,
das sich bei etwa -2° unter Ausscheidung von Salz aus Meerwaser
bildet. |
| Meerenge |
schmale
Stelle eines Meeres zwischen Festländern oder Inseln; (Sund). |
| Meeresbiologie |
Teilgebiet der Hydrobiologie, das sich mit Leben, Verhalten,
Verbreitung und Physiologie meeresbewohnender Tiere (Meereszoologie),
Pflanzen (Meeresbotanik) und Mikroorganismen (Meeresmikrobiologie)
und deren Beziehungen untereinander befasst. |
| Meereshöhe |
Bezugsebene zur Angabe der Höhe eines Ortes über Normalnull. |
| Meereskunde |
(Meeresforschung, Ozeanologie, Ozeanographie), die Wissenschaft
vom Meer. Sie beschäftigt sich mit den Eigenschaften des Meerwassers,
dem Wasser-, Stoff- und Wärmehaushalt und den Bewegungsvorgängen
des Meeres sowie mit der im Meer lebenden Flora und Fauna (Meeresbiologie).
Ferner untersucht die Meereskunde die Wechselwirkungen zwischen
dem Meer und seiner Umgebung, das heißt der Atmosphäre und dem Meeresboden. |
| Meeresleuchten |
nächtliche Leuchterscheinung an der Oberfläche besonders tropischer
Meere, bewirkt durch die Lumineszenz von Mikroorganismen mit symbiontischen
Leuchtbakterien. |
| Meeresströmungen |
hauptsächlich horizontale Wasserbewegung im Weltmeer. Ursache
sind die Schubkraft des Windes und innere Druckkräfte im Meer, die
durch unterschiedliche Dichte des Meerwassers und Neigung des Meeresspiegels
entstehen. Unterschieden werden Oberflächen- und Tiefenströmungen.
Zu Oberflächenströmungen gehören westwärts gerichtete Äquatorialströmungen
in niederen Breiten, polwärts gerichtete Strömungen vor den Ostküsten
der Kontinente, ostwärts gerichtete Strömungen in mittleren Breiten
u.a. Durch die Tiefenströmungen erfolgt ein Austausch zwischen tropischen
und polaren Gebieten. |
| Meereswellen |
periodische Bewegungen im Meer mit unterschiedlichen Ursachen.
Einteilung u.a.:
a. nach rücktreibenden Kräften: Oberflächenspannung des Meeres
(Kapillarwellen), Schwerkraft (Schwerewellen), Coriolis-Kraft (Trägheitswellen)
u.a.;
b. nach erzeugenden Kräften (Gezeiten, Luftdruck- und Windschwankungen,
Seebeben, Wellenwiderstand von Bodenunebenheiten);
c. nach anderen Gesichtspunkten (u.a. kurze Meereswellen,
lange Meereswellen, Oberflächenwellen, interne Meereswellen). |
| Meerweibchen |
Meerjungfrau, Seejungfrau, Nixen, eine der Sage nach schöne
langhaarige mit Zauberkräften ausgestattete Frau mit Fischschwanz
Melusine. |
| Megaphon |
(griechisch megalo "groß" und phone "Stimme"),trichterförmiges
Sprachrohr zur Verständigung von Boot zu Boot, als Transistor-Megaphon
mit Batteriebetrieb nicht nur zum Sprechen, sondern auch zur Abgabe
von Schallsignalen. |
| Meile |
In
der Seefahrt: die Seemeile (sm); 1 sm = 1 852 m. |
| Melusine |
in
der altfranzösischen Sage eine schöne Meerfee, Gemahlin des Grafen
Raymond von Poitiers, der sie in ihrer Nixengestalt überrascht,
sodass sie ins Wasser zurückkehren muss; Stammmutter des Hauses
Lusignan. Die Sage wurde erstmals aufgezeichnet von Jean d'Arras
(1387). Der Troubadour Couldrette schuf eine metrische Fassung (1401),
Grundlage des deutschen Melusinenromans des Thüring von Ringoltingen
(1456, gedruckt 1471), die zum Volksbuch wurde, Nachdichtung u.a.
von L.Tieck (1800). - Dramatisierungen des Stoffes von Hans Sachs,
J.Ayrer. Goethes Märchen "Die neue Melusine" (1816) wandelte das
Grundmotiv ins Heitere ab. |
| Mennige |
(lateinisch minium "Zinnober"), ein Bleioxid, leuchtend rotes,
in Wasser nicht lösliches Pulver. Mennige wird u.a. im Gemisch mit
Leinöl als Rostschutzmittel verwendet. |
| Meridian |
(Längenkreis) jeder von Pol zu Pol reichende und senkrecht
auf dem Äquator stehende Halbkreis (Länge). |
| Messbrief |
1.
Bei Handelsschiffen: von einer Schiffsvermessungs- oder Registerbehörde
ausgestellte Urkunde über die amtliche Vermessung eines Schiffes
(Bruttoraumgehalt), die u.a. als Unterlage für die Berechnung von
Versicherungsgebühren und Schifffahrtsabgaben (Hafengelder) dient.
2. Bei Yachten gibt der Messbrief Auskunft über die Zugehörigkeit
der Yacht zu einer Rennklasse (olympische Klasse, Einheitsklasse
u.a.). |
| Messformel |
Formel
zur Vermessung von Yachten zum Errechnen eines bestimmten Rennwerts,
aus verschiedenen Faktoren (Länge, Segelfläche usw.). |
| Messmarke |
(Messband), vom amtlichen Vermesser des Deutschen Segler-Verbandes
mit Farbe aufgetragenes Zeichen an Mast und Spieren von Rennyachten,
die angeben, bis wie weit die (sich reckenden) Segel reichen dürfen. |
| Messe |
auf
Schiffen:
1. Speise- und Aufenthaltsraum der Offiziere, Unteroffiziere und
Mannschaften (Offiziersmesse; Mannschaftsmesse);
2. die dazugehörige Schiffskantine. |
| MESZ |
mitteleuropäische Sommerzeit. |
| Metazentrum |
Schnittpunkt, den die Wirkungslinie der Auftriebskraft eines
schwimmenden Körpers, besonders eines Schiffes, bei schräger Lage
mit dessen senkrechter Mittelachse bildet. Das Metazentrum muss
höher als der Schwerpunkt liegen, damit der Körper stabil schwimmt
beziehungsweise das Schiff nicht kentert. |
| Meteorologie |
(griechisch), Wetterkunde; Wissenschaft von Klima und Wasser
(u.a. der Seewetterdienst stützt sich auf die maritime Meteorologie
(Forschungen in der Atmosphäre über See). |
| Meuterei |
(zu
Meute), Vereinigung (Zusammenrottung) mehrerer Personen zu Ungehorsam
oder Empörung gegen Vorgesetzte. Das gemeinschaftliche Nichtbefolgen
dienstlicher Anordnungen auf Schiffen, verbunden mit Gefahren für
Menschen, Schiff und Ladung, ist eine Straftat nach §115 Seemannsgesetz.
meutern, sich gegen Vorgesetzte auflehnen, den Gehorsam verweigern. |
| MEZ |
mitteleuropäische Zeit. |
| Michels, Godeke |
zusammen mit Klaus Störtebeker seit 1394 Führer der Vitalienbrüder
wurde 1401 in Hamburg von der Hanse hingerichtet. |
| Minenschiff |
(Minenleger), schwach bewaffnetes schnelles Kriegsschiff zum
Legen von Seeminen. |
| Minensuchboot |
schwach
bewaffnetes, aus amagnetischem Material gebautes Kriegsschiff mit
besonderen Einrichtungen zum Suchen und Räumen (daher auch Minenräumboot),
aber auch zum Legen von Seeminen. |
| Mischfeuer |
die
Kennung eines Leuchtfeuers, dass aus einer Mischung von Blitzen,
Blinken und Unterbrechungen besteht. |
| Missweisung |
(Deklination), der Winkel zwischen dem magnetischen und dem
geographischen Nordpol. In den Seekarten ist die örtliche Mißweisung
angegeben. |
| Mist |
(niederl. "Nebel"), Nebel mit Sicht schlechter als "mäßig". |
| Mistral |
1.
(französisch), kalter, trockener Nordwind in Südfrankreich (Mittelmeer),
besonders im Rhonetal (Golfe du Lion).
2. olymp. Bootsklasse (Surfen); auch Bez. für das Surfboard selbst
("Mistral-Brett"), das 3,72 m lang ist und über einen nach allen
Seiten schwenkbaren Mast mit Segel und Gabelbaum verfügt. Vorgängerin
(1984-92) war die "Lechner-Klasse". |
| Mittag |
der
Zeitpunkt des oberen Meridiandurchgangs (der oberen Kulmination)
der Sonne. Aus der Höhe der Sonne zur Zeit ihrer oberen Kulmination
(Mittagshöhe) kann unter Berücksichtigung der von der Jahreszeit
abhängigen Deklination die geographische Breite (Mittagsbreite)
des Beobachtungsortes bestimmt werden. |
| Mitteldeck |
auf
Passagierschiffen das mittlere von drei Hauptdecks. |
| Mittelgrund |
Untiefe, teilt das Fahrwasser in zwei Arme; durch gelb-schwarze
Mittelgrundtonne gekennzeichnet. |
| Mittelwasser |
(Gezeiten), Wasserstand zwischen Hoch- und Niedrigwasser; durchschnittlicher
Wasserstand. |
| mittschiffs |
in
der Mitte des Schiffes, zur Mitte des Schiffs hin; Mitte der Längs-
oder Querschiffsrichtung . |
| Mole |
(italienisch molo), vom Ufer in die Wasserfläche ragendes Hafenbauwerk
(Damm),zum Schutz von Hafeneinfahrten gegen Wind, Wellen und Strömung. |
| Moliceiro |
portugiesisches Segelschiff mit nur einem Mast. |
| Mondsegel |
wenig
geführtes Segel auf Rahschiffen über dem Royal, auch Skysegel, Drachen. |
| Monkeyreling |
(slang), obere Abschluß des Schiffsgeländers, der Reling. |
| Monki |
(Munki-Jacke), der kurze blaue Überzieher des Mariners; früher
auch Äffchen genannt. |
| Monrovia-Besteck |
im
Seemanns Slang: Brecheisen und Vorschlaghammer. |
| Moon |
estnische Ostseeinsel Muhu. |
| Mooringwinde |
automatische Verhol- und Festmacherwinde. |
| Morgenwache |
die
Wache in der Zeit von 04.00 bis 08.00 Uhr. |
| Morsealphabet |
(Morsecode, Morseschrift), benannt nach dem amerikanischen
Erfinder S. Morse, 1791-1872; das genormte Telegrafenalphabet aus
Kombinationen von Punkten und Strichen (kurze und lange Stromimpulse);
international durch das Telegrafenalphabet Nr. 2 (Fünferalphabet)
abgelöst; findet immer noch Verwendung, übermittelt durch Funktelegrafie,
Licht- oder Tonsignale. |
| Morsesignallampe |
mit
der Lampe werden von Schiff zu Schiff oder Land zu Schiff und umgekehrt
Nachrichten als optische Lichtzeichen (kurze oder lange Lichblitze)
übermittelt (Lichtmorsen). |
| Moses |
1.
jüngstes Besatzungsmitglied an Bord, Schiffsjunge;
2. Beiboot einer Jacht. |
| Moth |
Einhandboot, internationale Konstruktionsklasse, Länge: 3,35
m, Breite: max. 2,25 m, Masthöhe: max. 6,25 m, Segelfläche: max.
8 m², Besatzung: 1 Mann, Segelzeichen: Motte. |
| Motorboot |
ein
durch einen Verbrennungsmotor angetriebenes Boot. |
| Motorenhelfer |
Heizer,
die erste Stufe in der Maschinenlaufbahn; nach einjähriger Fahrzeit
kann die Beförderung zum Schmierer und nach zwei weiteren Jahren
zum Motorenwärter erfolgen. |
| Motorschiff |
Frachtschiffe, (See-, Küsten- und Binnenschiffe) mit Verbrennngsmotor-Antrieb;
heute meist Dieselmotoren. |
| MS |
Abkürzung für Motorschiff. |
| Muck |
(Mug,
Mugge), Trinkbrecher, meist aus (emailliertem) Blech. |
| Mudd |
(niederdeutsch zu Moder), graues bis schwärzliches, sehr feinkörniges,
kalkarmes Sediment am Grund von Meeresgewässern, reich an organischen
Stoffen (Halbfaulschlamm). |
| Muhu |
(deutsch und schwedisch Moon), waldlose, zu Estland gehörende
Ostseeinsel, aus Kalkgestein und Dolomit aufgebaut, bis 24 m über
dem Meeresspiegel, 204 km², etwa 2 500 Einwohner; schließt mit der
Insel Saaremaa (durch 4 km langen Damm verbunden) die Rigaer Bucht
nach Norden ab. |
| Mulde |
linker
Nebenfluss der Elbe, entsteht durch Zusammenfluss der Zwickauer
Mulde (166 km) und der Freiberger Mulde (124 km). Die vereinigte
Mulde, ein windungsreicher Flachlandfluss (147 km), mündet bei Roßlau. |
| Mumme |
Seezeichen in Form einer in den Grund gesteckten Stange. |
| Munkie |
(Munki-Jacke), wollener blauer Überzieher der Seeleute. |
| Muschelbank |
große
Ansammlung festsitzender lebender Muscheln. |
| Muscheln |
(lateinisch musculus "Mäuschen"), Weichtiere mit zusammengedrücktem
Körper, der von zwei Kalkschalen umhüllt ist. Die beiden Schalenklappen
sind am Rücken gelenkartig durch Zähne und ein elastisches Schlossband
miteinander verbunden und können meist durch einen oder zwei kräftige
Schließmuskeln verschlossen werden. Jede Schale besteht aus mehreren
Schichten mit einer inneren Perlmutterschicht. Die Muscheln haben
zwei röhrenförmige Öffnungen (Siphonen); durch den unteren Sipho
werden Atemwasser und Nahrungsteilchen eingestrudelt, der obere
dient zur Ausscheidung; die Atmung und der Nahrungserwerb, durch
Ausfiltern von Kleinlebewesen aus dem Atemwasser, erfolgt durch
die Kiemen. Es gibt: Urkiemer (Fiederkiemer), Fadenkiemer, Blattkiemer.
Viele Muscheln verankern sich mithilfe von erstarrenden Fäden (Muschelseide
oder Byssusfäden). Manche Muscheln sind als Nahrungsmittel (z.B.
Miesmuscheln, Herzmuscheln, Austern) andere zur Herstellung von
Schmuck (Perlmutt, Perlen der Fluss- und Seeperlmuscheln) von Bedeutung. |
| Muschelseide |
der
Byssus; seidige Haftfäden mancher Muscheln zum Befestigen der Tiere
an der Unterlage, seit dem Altertum als Muschelseide verarbeitet. |
| Musikdampfer |
(slang), Fahrgastschiff; Passagierschiff (wegen der Musik-Kapellen
an Bord). |
| Musing |
Sicherung eines offenen Hakens gegen Herausrutschen eines angehängten
Auges usw.; eines Schäkels gegen selbststäniges herausdrehen des
Bolzens. |
| mustern |
ansehen; auf Tauglichkeit untersuchen (z.b. für die Seefahrt). |
| Musterrolle |
vom
Seemannsamt ausgefertigtes Verzeichnis (Urkunde), das Daten über
die Schiffsmannschaft, den Kapitän, Heimathafen u.a. enthält; ist
an Bord mitzuführen. |
| Musterung |
1.
Seeschiffahrtsrecht: die in Gegenwart des Kapitäns oder eines
Bevollmächtigten des Kapitäns oder Reeders vor dem Seemannsamt stattfindende
Verhandlung über die in der Musterrolle (Namensliste der Besatzung
und an Bord tätigen Personen) einzutragenden Angaben;
2. ärztliche Untersuchung auf Tauglichkeit für den Dienst beim Militär
(Bundesmarine, Heer oder Luftwaffe). |
| Mutt |
Tauauge, meistens um eine Kausch, an Fall, Hals oder Schothorn
eines Segels. |
| Mutterschiff |
Schiff,
das für andere kleinere Schiffe zur Versorgung, Reparatur usw. dient. |
| Mützensegler |
(slang), Sportsegler. |
| Mütze voll Wind |
etwas
Wind. |
| MvD |
Bundesmarine: Matrose vom Dienst. |