| Aak, Aake |
flachbodiges niederländisches Segelfahrzeug mit Seitenschwertern
(Plattboden) für Fracht und Fischerei, als Slup oder Ketsch getakelt. |
- Aale
|
(Aalfische, Anguillidae), schlangenförmige Knochenfische mit
kleinen Schuppen und vielen Schleimzellen in der Haut. Aale ernähren sich
räuberisch von Insekten, Larven, Würmern, Muscheln, kleinen Fischen. Bekannte
Arten: der Europäische Aal (Anguilla anguilla) und der Amerikanische Aal
(Anguilla rostrata). Beide Arten leben zeitweise im Süßwasser; die Eiablage
erfolgt in der Sargassosee. Die 10 mm großen, Aallarven wandern, größer
werdend, mit dem Florida- und Golfstrom nach Nordwesten oder Nordosten.
Die der europäischen Art erreichen nach drei Jahren Europa. Die Larven
verwandeln sich im 2. bis 4. Jahr in die durchsichtigen Glasaale. Die
Männchen wachsen in 3-8 Jahren auf 40-50 cm, die Weibchen in
5-20 Jahren auf 100-150 cm heran. Nach Erreichen eines bestimmten
Reifegrades (Blankaal oder Silberaal) stellen sie die Nahrungsaufnahme
ein und wandern in die Sargassosee zurück, laichen dort und sterben. Zum
Aalfang dienen Aalsäcke, Aalkästen, Reusen. Aalblut enthält das Nervengift
Ichthyotoxin, das durch Kochen oder Räuchern zerstört wird. Der Aal ist
ein beliebter Speisefisch. |
| abbacken |
Abräumen des Tisches (Back) nach einer Mahlzeit. |
| abbrassen |
die Segel bergen, auch eine Rahe durch zu starkes Anziehen
der Segel brechen; oder die Rahen werden derart gedreht, daß sie etwas
mehr in die Längsschiffsrichtung zu liegen kommen. |
| abbringen |
ein auf Grund gelaufenes Schiff durch Krängen, Leichtern oder
Abschleppen wieder flott machen. |
| abdrehen |
Schiffskurs so ändern, daß man sich entfernt. |
| Abdrift,
Abtrift |
durch Wind oder Strömung hervorgerufene Kursabweichung (seitliches
Versetzen eines Bootes). |
| Abendwache |
die Wache von 20.00 bis 24.00 Uhr. |
| abfaden |
Ein Fahrwasser ausloten, wobei der Faden (1,83m) als Maß genommen
wird. |
| abfallen |
Segelmanöver; Kursänderung nach Lee, so daß der Wind mehr von
achtern kommt;den Winkel zwischen Windrichtung und Kurs des Schiffes vergrößern.
(Gegenteil anluven) |
| abfieren |
mit einem Tau herunterlassen (z.B. das Rettungsboot). |
| abflauen |
zurückgehen der Windstärke. |
| ablandig |
vom Land her wehend oder strömend (Gegenteil auflandig). |
| Ablaufbahn |
die meist hölzerne Schlittenbahn, auf der die Ablaufschlitten
und damit das Schiff beim Stapellauf (Ablauf) zu Wasser gelassen wird. |
| ablaufen |
1. Das Zuwasserlassen eines neuerbauten Schiffes von der Helling
(Stapellauf);
2. Das Wasser läuft mit dem Ebbstrom ab. |
| ablaufendes Wasser |
das Fallen des Meeresspiegels vom Hochwasser bis zum folgenden
Niedrigwasser (Ebbe). |
| Ablenkung |
(Navigation); der Winkel, um den die Anzeige eines Magnetkompasses
von der magnetischen Nordrichtung nach Osten (+) oder Westen (-) durch
den eigenen Magnetismus des Schiffes abgelenkt wird. |
| abloten |
in einem bestimmten Gebiet die Wassertiefe (durch Lotung) feststellen;
auch ausloten. |
| Abmessungen |
die Hauptabmessungen eines Schiffes, wie Länge, Breite, Seitenhöhe
und Tiefgang. |
| abmustern |
das Heuerverhältnis lösen, den Dienst aufgeben, entlassen. |
| Abschiedssignal |
Flagge "P" (Blauer Peter), wird von einem Schiff gesetzt, das
in den nächsten 24 Stunden ausläuft. |
| abschlagen |
abnehmen der Segel (Gegenteil anschlagen). |
| Absegeln |
Abschluß der Segelsaison durch eine letzte gemeinsame Veranstaltung
der Sportsegler. |
| abtakeln |
das Takelwerk (Segel, Taue, Masten) von einem Schiff entfernen;
(Gegenteil auftakeln). |
| Abteilung |
Der Raum zwischen zwei wasserdichten Schotten. |
| Abtrift |
durch Seitenwind hervorgerufener Leeweg eines Schiffes. |
| abweichen |
vom Kurs abweichen. |
| abwettern |
einen Sturm auf See durch geeignete Manöver (beidrehen, reffen)
überstehen. |
| Abwind |
absteigender Luftstrom. |
| abwracken |
ein Schiff verschrotten. |
| Achteraus |
nach hinten, hinter dem Schiff (Gegenteil voraus). |
| Achteraussegeln |
Verpassen der Abfahrt eines Schiffes durch ein Besatzungsmitglied. |
| Achterdeck |
Hinterdeck eines Schiffes. |
| Achterholer |
Beim Spinnaker die Leine, die von der Nock des Spinnakerbaumes
nach achtern an Deck läuft. |
| achterlastig |
hinten tiefer liegend als vorn. |
| Achterleine |
der vom Heck aus schräg achteraus zeigende Festmacher eines
längs am Kai liegenden Schiffes. |
| achterlich |
von hinten kommend. |
| achterliche See |
See, die genau in der Fahrrichtung des Schiffes läuft. |
| Achterliek |
die hintere Kante eines Segels. |
| Achtermast |
nicht immer der hinterste Mast, sondern bei Viermastschiffen
der dritte von vorn. |
| Achtern |
(hinten); das Heck des Schiffes, wird auch Achterschiff oder
Achtersteven genannt. |
| Achterschiff |
der hintere Teil eines Schiffes (Hinterschiff) auch Achtersteven. |
| Achtknoten |
Stopperknoten, verhindert das Ausrauschen eines Tampens durch
einen Block. |
| Achterspring |
Festmacher, der vom Heck aus schräg nach vorne zeigt. Kann
an Land am selben Poller festgemacht sein, an dem auch die Vorspring fest
ist. |
| Achterstag |
das Stag, das den Mast nach hinten abspannt. |
| Achterstagspanner |
Eine Vorrichtung zum Spannen des Achterstags und damit zum
Trimmen des Riggs. Jollen und kleinere Yachten benutzen eine Spannschraube,
einen Spannhebel oder eine Talje, größere Yachten einen Handspanner oder
Hydraulik. |
| Achtersteven |
hinterer Abschluß eines Schiffes. |
| Admiral's Cup |
(Amerika-Pokal) internationale Regatta-Trophäe, wird alle 2
Jahre ausgetragen. |
| Admiralitätsanker |
veraltete Bezeichnung für Stockanker der quer zum Ankerschaft
oben angebrachte Stock legt sich bei Zug auf die Ankerkette flach, ein
Flunken gräbt sich ein; heute auf Sport- und Segelschiffen oder zur Reserve
verwendet. |
| Admiralitätskarten |
die von der Admiralität, von der Marineleitung, herausgegebenen
Seekarten. |
| Ærø |
dänische Ostsee-Insel südlich von Fünen, 88 km², 7 700 Einwohner;
Hauptorte sind Æerøskøbing (4 100 Einwohner) mit Modell- und Flaschenschiffsmuseum
und der Fischerort Marstal (3 600 Einwohner), mit Schiffsmodellsammlung,
Jachthafen und Navigationsschule. |
| Affenfaust |
Knoten zum Beschweren einer Leine, um damit weiter werfen zu
können. |
| Affenschwanz |
kleiner Flaggengalgen aus Metall, der auf großen Seglern oftmals
als kleiner Flaggenstock an der Gaffelnock, auf Motorseglern als kleine
feste Flaggengaffel am Besanmast zu finden ist. |
| Ahming |
(griechisch áme "Eimer"), Tiefgangsskala am Vor- oder Achtersteven
von Schiffen zur Bestimmung des Tiefgangs; Maßeinteilung: Dezimeter oder
Fuß, beginnend am Kiel. |
| Ahoi |
früher gebräuchlicher Anruf eines Schiffes ( z.B. Schiff ahoi,
Boot ahoi). |
| Aktionsradius |
die halbe Reichweite eines Schiffes ohne neu Brennstoff, Proviant
usw. bunkern zu müssen. |
| Aktivruder |
Steuerruder mit eingebautem Hilfspropeller zur Verstärkung
der Ruderwirkung auf Schiffen. |
| Alge |
(lateinisch), artenreiche und vielgestaltige wurzellose Wasserpflanze,
ein- bis vielzellig, verschieden gefärbt: Grünalgen, Goldalgen, Kieselalgen,
Blaualgen, Braunalgen und Rotalgen. |
| Alle Mann |
(Englisch: "all hands"), bei schwierigen Manövern z.B.: schwerem
Wetter, wenn alle Männer der Besatzung im Einsatz sein müssen. |
| Alsen |
(dänisch Als), dänische Insel im Kleinen Belt, 312 km², 51
200 Einwohner, durch eine Brücke (über den Alsfjord) mit dem Festland
verbunden, Hauptort: Sonderburg. |
| Altweiberknoten |
schlechter Seemannsknoten. |
| am Wind |
Kurs eines mit dem Wind schräg von vorn segelnden Schiffes.
|
| Amager |
dänische Insel im Øresund, 95 km²; der nördliche Teil mit bedeutender
Industrie gehört zum Stadtgebiet von Kopenhagen; im Osten der Großflughafen
Kastrup. |
| Ammeral |
Segeltucheimer zum Heraufholen von Wasser, auch als Admiral
bezeichnet . |
| anbrassen |
die Rahen in Längsschiffsrichtung bringen. |
| Anderthalbmaster |
zweimastige Schiffe, auf denen der kleinere Mast achtern steht;
zu ihnen gehören Ewer, Tjalken, Ketsch und Yawl. |
| andirken |
das Durchsetzen der Dirk zum anheben der Nock des Großbaums. |
| Anemometer |
(von griechisch ánemon "Wind"), Gerät zur Messung der Windgeschwindigkeit. |
| Aneroidbarometer |
Luftdruckmesser - 1847 von L.Vidie erfundenes (Dosenbarometer,
Federbarometer oder Metallbarometer); die Durchbiegung einer fast luftleeren,
flachen Metalldose wird als Maß für den Luftdruck angezeigt. |
| anfunken |
mittels Funkspruch eine See- oder Landfunkstelle anrufen, aufmerksam
machen. |
| anheuern |
Arbeitsvertragliches verpflichten für den Dienst auf einem
Schiff. |
| anhieven |
anheben. |
| anholen |
Eine Leine, einen Festmacher holen (ziehen); Gegenteil von
auffieren, fieren. |
| Anker |
sich mit hakenartigen Armen (Flunken) in den Grund selbsttätig
eingrabendes Gerät zum Festlegen von Schiffen gegen Wind, Strom und See.
Gebräuchliche Ankerformen sind: Stockanker oder Admiralitätsanker heute
auf Sport- und Segelschiffen oder zur Reserve verwendet, stocklose Patent-Anker,
wie Hallanker, Inglefieldanker u.a. heute allgemein auf See- und Binnenschiffen
verwendet, Pilzanker oder Schirmanker bei Dauerliegern wie Feuerschiffen
üblich, Draggen vier Flunken, kein Stock; wird von Flussschiffen oder
als Suchanker benutzt. Der Treibanker leistet Widerstand nur im Wasser
ohne Bodenberührung; ein trichterförmiger Segeltuchsack verringert die
Abdrift. Gewicht des Ankers und Stärke der Ankerkette müssen der Schiffsgröße
entsprechen. |
| ankern |
Festlegen von Schiffen gegen Wind, Strom und See mit dem Anker. |
| Ankerball |
kugelförmiger schwarzer Signalkörper; vorgeschriebenes Signal
für Ankerlieger. |
| Ankerboje |
Schwimmkörper, durch Bojenreep mit dem Anker verbunden kennzeichnet
die Lage des Ankers. |
| Ankergeschirr |
Sammelbezeichnung für Anker und Ankerketten eines Schiffes. |
Ankerkette
|
(meist aus Eisen) verbindet Schiff und Anker. Die Kette führt
durch Ankerklüse über Ankerspill zum Kettenkasten. Die Stärke der Ankerkette
muss der Schiffsgröße entsprechen. |
| Ankerklüse |
Öffnung in der Bordwand durch die die Ankerkette durchläuft. |
| Ankerlaterne |
(Ankerlicht), weißes Rundumlicht, vorgeschriebenes Signal für
ankernde Schiffe bei Nacht. |
| Anker lichten |
an Bord holen des Ankers. |
| Ankerplatz |
Platz, Stelle (mit nicht zu großer Wassertiefe) an der das
Schiff ankert. |
| Ankerspill |
Vorrichtung (Winde) zum Hieven des Ankers wird von Hand, durch
Dampf oder elektrisch betrieben. |
| Ankertau |
Tau, dass auf Booten und kleineren Schiffen, anstelle einer
Kette Schiff und Anker verbindet. |
| Ankerwache |
Teil der Mannschaft zur Beaufsichtigung eines Schiffs vor Anker
auf Reede. |
| Ankerwinde |
von Hand, durch Dampf oder elektrisch betriebene Vorrichtung
(Spill) zum Hieven des Ankers. |
| anlanden |
etwas, jemanden - die Ladung eines Schiffes an Land bringen.
|
| anlegen |
Schiff oder Boot längsseits von Kai, Pier, Kaje bringen und
festmachen. |
| Anlegestelle |
Kai, Kaje oder Pier zum Festmachen von Schiffen und Booten.
|
| anlieken |
Liek am Segel befestigen. |
| anloten |
sich unter dauerndem Loten vorsichtig der Küste nähern.
|
| anluven |
Winkel zwischen Kurs und Windrichtung verkleinern; das Schiff
näher an den Wind bringen; Gegenteil von abfallen. |
| anmustern |
auf einem Schiff in Dienst treten, anheuern. |
| anpicken |
Ladung am Kran an den Haken hängen, anschlagen - um sie z.B.
anzuheben. |
| anpieken |
Steilertrimmen der Gaffel durch Anholen des Piekfalles.
|
| anpreien |
ein anderes Schiff anrufen. |
| anreihen |
das Segel an Baum oder Gaffel festmachen oder anschlagen.
|
| anschlagen |
eine Last anpicken um sie mit dem Kran anzuheben; Segel an
Rah, Gaffel anbringen; Gegenteil von abschlagen. |
| Ansegeln |
Eröffnung der Segelsaison durch eine erste gemeinsame Veranstaltung
der Sportsegler. |
| anstecken |
Verbinden zweier Leinen mit einem entsprechenden Knoten; Befestigen
einer Flagge an einer Flaggleine. |
| anspülen |
antreiben von schwimmenden Gegenständen (z.B.: Tang, Treibholz,
Wohlstandsmüll) ans Ufer (Spülsaum). |
| Ansteuerung |
Ein bestimmtes Ziel z.B.: Hafen oder Fahrrinne mit Hilfe von
Seezeichen z.B.: Tonnen oder Leuchttürmen ansteuern. |
| Antenne |
Sende- und Empfangsantenne für die Funkstation an Bord;
auch Segelstange, Rahe. |
| Antifouling |
schützt den Schiffsrumpf vor Bewuchs durch Algen, Seepocken
und Muscheln. |
| Anwuchs |
Pflanzen und Tiere wachsen am Unterwasserschiff fest. Bei guten
Bedingungen wird die Anwuchsschicht sehr dick und hemmt dadurch die Fahrt
des Schiffes. |
| Äquator |
(lateinisch "Gleichmacher"), der größte Breitenkreis der Erdkugel,
dessen Ebene auf der Erdachse senkrecht steht und von den Erdpolen einen
Winkelabstand von 90º hat, teilt die Erde in die Nord- und Südhälfte.
Seine Länge beträgt rund 40 075 km. |
| Äquatortaufe |
(Linientaufe), seemännischer Brauch, nach dem Mitglieder der
Schiffsbesatzung, die zum ersten Mal den Äquator passieren, in derber
Form für ihren Übertritt auf die südliche Erdhalbkugel "gereinigt" werden;
heute auch auf Passagiere ausgedehnt. |
| Arche |
(lateinisch arca "Kasten"), hausartiges Schiff, mit dem Noah
sich vor der Sintflut rettete. Ältestes schriftliches Zeugnis für ein
Schiff (1. Mose 13 folgende). Bis heute als Name für bestimmte (Knickspant)
Schiffs- und Bootstypen wie Aak, Aake oder Nachen etc. erhalten.
|
| Arkona |
(Kap Arkona); das nördliche, steil aufragende Vorgebirge der
Insel Rügen, Mecklenburg-Vorpommern, 46 m hoch, besteht aus Kreidegestein,
trägt Leuchttürme und Signalstation. |
| ARPA |
Automatic Radar Plotting Aid, Radargeräte mit automatischer
Gefahrenerkennung. |
| Arsenal |
(italienisch, aus dem arabischen, "Haus des Handwerks"), früher
der Aufbewahrungsort für Vorräte an Kriegsmaterial. |
| A-Schein |
Führerschein des deutschen Segler-Verbandes, gültig für Binnengewässer.
|
| aufbacken |
das Essen, Geschirr und Besteck auf den Tisch (die Back) bringen.
|
| Aufbauten |
Bauteile über dem Hauptdeck des Schiffes die von Bord zu Bord
reichen; dagegen bezeichnet man als Deckshaus oder Roof Bauteile die nicht
von Bord zu Bord reichen. |
| aufbrassen |
mit Hilfe der Brassen die Rahen so drehen, daß sie mehr in
die Querschiffsrichtung kommen (Gegensatz: anbrassen und abbrassen).
|
| Aufbringen |
zwangsweises Anhalten eines Schiffes durch staatl. Organe (z.B.
Wassserschutzpolizei, Zoll) zum Zweck der Kontrolle. |
| aufbrisen |
der Wind nimmt an Stärke zu. |
| aufentern |
Bei Großseglern über die Wanten in die Takelage klettern.
|
| auffieren, fieren |
Spannung aus einer Leine nehmen, Lose geben; unter Zug stehende
Leine verlängern. |
| auffrischen |
die Windstärke nimmt zu oder wird kühler. |
| aufgeien |
Segel mit Geitauen zusammen binden. |
| aufklaren |
aufräumen; Ordnung machen; alle Arbeiten, die der Ordnung an
Bord dienen z.B.: Ordnen des Tauwerks nach einem Segelmanöver; das
Wetter wird besser. |
| aufkommen |
ein vorauslaufendes Schiff oder Boot einholen/überholen;
schlechtes Wetter kommt auf. |
| Aufkommer |
von See kommendes Schiff den Hafen ansteuernd. |
| auflandig |
von See auf das Land zu wehend oder strömend. |
| auflaufen |
mit dem Schiff auf Grund geraten (stranden). |
| auflaufendes Wasser |
in Tidengewässern die Zeit von Niedrigwasser (Ebbe) bis Hochwasser
(Flut). |
| aufliegen |
ein außer Dienst gestelltes Schiff liegt auf. |
| Auflieger |
ein vorübergehend außer Dienst gestelltes Schiff, auf Beschäftigung
wartend. |
| Aufliegezeit |
Ruhezeit (Zeit ohne Beschäftigung) der Schiffe. |
| aufpicken |
einen Gegenstand aus dem Wasser an Bord nehmen. |
| auf Reede liegen |
außerhalb des Hafenbereichs vor Anker liegen, z.B.: in einer
Flußmündung oder an einer geschützten Stelle. |
| aufschießen |
1. Beim Segeln mit dem Boot in den Wind drehen, um es zum Stehen
zu bringen;
2. Ein Tau in Drehrichtung (meist rechts) in lose Schlaufen legen,
so daß es bei Gebrauch ohne zu verhaken und ohne Kinken abläuft.
|
| aufslippen |
ein Schiff oder Boot aus dem Wasser ziehen. |
| auftakeln, aufriggen |
ein Schiff/Boot mit Takelwerk ausrüsten (Aufstellen des Mastes,
befestigen des stehenden und des laufenden Gutes). |
| auftoppen |
die Rahen in senkrechte Stellung bringen. |
| auftuchen |
ordentliches Zusammenlegen der geborgenen Segel. |
| auf und nieder |
etwa soviel wie: "senkrecht". |
| aufschwimmen |
ein Schwimmkörper z.B.: ein Schiff schwimmt auf wenn der Wasserstand
höher steigt als der Tiefgang. |
| Aufwind |
aufsteigender Luftstrom, aufwärts wehender Wind. |
| Auge |
1. Schlinge in Drahtseilen und Tauwerk auch Öse genannt;
2. Das weitgehend windstille und wolkenfreie Zentrum eines Sturms oder
Orkans. |
| Aura |
(lateinisch "Luft", "Hauch") Lufthauch, Wind, Dunst.
|
| ausbaken, ausbojen |
Seeweg, Fahrwasser mit Baken, Bojen (Seezeichen) versehen,
markieren. |
| ausbooten |
Passagiere mit Booten vom Schiff ans Land bringen. |
| ausbringen |
den Anker, ein Boot usw ins Wasser lassen/bringen. |
| ausdocken |
Schiff aus dem Dock verbringen. |
| ausflaggen |
ein Schiff, wegen Steuervorteilen, geringeren Betriebskosten
etc., in einem anderen Staat registrieren lassen. |
| Ausguck |
Beobachtungsposten, Wachmatrose, der den Seeraum beobachtet
und Hindernisse, Schiffe, Lichter oder Land meldet (auf Segelschiffen
von einen Korb im Mast). |
| ausklarieren |
Abmeldung des Schiffs vor Verlassen des Landes oder Hafens
bei der Hafen- und Zollbehörde. |
| ausklamüsern |
Umgangssprache soviel wie herausfinden. |
| auslaufen |
1. Hinausgleiten (ausrauschen) einer Leine aus einer Rolle,
einem Auge etc.;
2. Den Hafen verlassen. |
| Ausleger |
1. Ein mit dem Boot paralleler, durch Stangen seitlich mit
ihm verbundener Schwimmkörper, der das Boot vor dem Kentern schützt ;
zuweilen auf beiden Seiten des Bootes angebracht (Doppelausleger); gebräuchlich
u.a. bei Völkern Indonesiens und Ozeaniens.
2. An beiden Seiten von Sportruderbooten angebrachte Verstrebungen zur
Aufnahme der Riemen oder Skulls. Die Ausleger vergrößern den Hebelarm
und damit die Durchzugskraft des Ruderers.
3. Technik: über die Unterstützung hinausragendes Traggerät; z.B.: Auslegerkrane,
Auslegerbrücken (Kran). |
| Auslegerboot |
Boot mit Auslegern; Bootsform in Indonesien und Ozeanien.
|
| ausloten |
durch Lotung die Tiefe eines Gewässers feststellen. |
| ausmachen |
Gegenstand, Schiff oder Seezeichen genau erkennen. |
| ausrauschen |
schnelles Hinausgleiten einer Leine oder der Ankerkette.
|
| ausrüsten |
1. Ein Schiff mit u.a. Proviant, Werkzeuge, Kleidung etc. ausrüsten;
2. Nach Fertigstellung des Kaskos (Rumpf) eines Schiffes auf der Werft
wird das Schiff ausgerüstet (Kabinenausbau etc.). |
| Ausrüster |
ein Unternehmer der Schiffe mit allen Gebrauchsgütern ausrüstet
(beliefert). |
| ausscheren |
einen weiterlaufenden Schiffsverband verlassen. |
| ausschiffen |
das Verlassen eines Schiffes nach beendeter Reise oder Passagiere
vom Schiff an Land bringen. |
| ausschwingen |
Rettungsboot, -floß mit Aussetzvorrichtungen außenbords schwingen.
|
| Außenborder |
Außenbordmotor. |
| Außenbordmotor |
Bootsmotor, meist Zweitaktmotor, wird am Heck oder seitlich
befestigt. |
| außenbords |
alles außerhalb des Schiffes, Bootes. |
| Außengei |
Ladegeschirr. |
| Außenkammer |
Kammer an Bord mit Bullauge (Fenster) in der Bordwand (Wasserseite).
|
| Außenreede |
äußerer Ankerplatz vor einem Seehafen. |
| aussegeln |
bei Regatten ein Boot überholen. |
| aussetzen |
ein Boot von Bord aus ins Wasser setzen; in der Fischerei,
das Ausbringen des Fanggeräts. |
| aussingen |
Befehle oder Nachrichten an Bord ausrufen. |
| ausstecken |
herausgeben von Leinen, Ketten, damit diese die zum Festmachen
notwendige Länge erreichen. |
| austörnen |
Verdrehung des Tauwerks oder der Kette beseitigen. |
| austonnen |
Seeweg/Fahrwasser ausbojen, mit Seezeichen markieren.
|
| auswehen |
Segel sind vom Wind gefüllt. |
| Autocarrier |
RoRo-Schiff (engl. roll-on-roll-off, fahr rein-fahr raus),
Autotransporter, Spezialschiff für den Autotransport. |
| Axiometer |
Richtungsanzeiger am Steuerruder eines Schiffes. |
| Aye, Aye |
im Bordgebrauch für "jawohl, verstanden" oft mit einem Handzeichen
(Klarzeigen) verbunden, um sich auch bei Wind und Seegang verständigen
zu können. |
| Azorenhoch |
ein im Bereich der Azoren mit großer Regelmäßigkeit vorherrschendes
Hochdruckgebiet, das als ein Teil des subtropischen Hochdruckgürtels für
die Wetterentwicklung in Europa von bestimmendem Einfluß ist. |